Leben in Kambodscha

Anzeigetafel mit den Benzinpreisen an der Total-Tankstelle in Kep.

Neues aus Kep in Kambodscha

⏱️ Lesedauer: 5 Minuten

Im schönen Kep in Kambodscha geht nach wie vor alles seinen gewohnt entspannten Gang. Das heißt, es passiert nichts Aufregendes, bis auf Folgendes …

Steigende Benzinpreise wegen Knappheit

In den Medien habe ich zwar gesehen, dass im Nahen Osten wieder mal ein Krieg ausgebrochen ist, aber solche Katastrophenmeldungen ist man ja mittlerweile schon gewohnt. Also habe ich mir nichts weiter dabei gedacht, bis ich einige Tage später mit dem Motorrad zur Tankstelle gefahren bin. Diese war geschlossen und auch die zweite Tankstelle war zu.

Meine Freundin und ich haben uns schon darauf eingestellt, für eine Weile mit den Fahrrädern fahren zu müssen. Da wurde in den Medien vom obersten Führer aller Kambodschaner verkündet, dass im ganzen Land einige Tankstellen geschlossen wurden, es aber keinen Grund gibt, in Panik auszubrechen. Man würde sich um alles kümmern. Wie gesagt, so getan: Am nächsten Tag waren die Tankstellen wieder geöffnet.

Die Spritpreise sind nun zwar um einiges gestiegen und manchmal gibt es nur Super-, dann wieder nur Normal-Benzin, aber alles in allem geht der Straßenverkehr hier ganz normal weiter. Wir haben zwei Motorräder, ein kleines und ein etwas größeres. Mit dem Kleinen fährt meine Freundin täglich 1,5 km zum Markt, ich den knappen Kilometer zum Gym und mit dem Großen fahren wir etwa alle 2 Wochen mal die 30 km nach Kampot, das war’s. Kurze Strecken, wenig Verbrauch, also alles kein Problem.

Alle, die darauf angewiesen sind, längere Strecken zu fahren und auch unbedingt ein Auto oder Lkw dafür brauchen, haben selbstverständlich mein Mitgefühl, aber ich bin überzeugt, dass auch wieder bessere Zeiten kommen werden. Wie der Buddha schon vor über 2500 Jahren lehrte, ist nichts auf dieser Welt permanent.

In Kep erneut Chinesen verhaftet

Neulich kam meine Freundin vom Markt zurück und berichtete mir, dass sie ganz in unserer Nähe ein riesiges Polizeiaufgebot gesehen hat, welches eine private Villa gestürmt hat. Dort soll sich eine Gruppe von Chinesen aufgehalten haben, die wahrscheinlich der Online-Betrugsmafia angehörten und sich dort versteckt haben.

Am Abend vorher, als wir vor dem Rathaus an einer der Garküchen etwas gegessen haben, sind mir schon drei chinesische Männer aufgefallen, von denen zwei dicke Bündel mit Hundert-Dollar-Noten in den Händen hielten. Natürlich so, dass sie jeder sehen konnte. Das ist kein Verhalten von normalen Touristen, sodass anzunehmen ist, dass sie eventuell zu der Gruppe aus der Villa gehörten.

Vor einiger Zeit, nachdem auch die großen Betrugszentren nahe der vietnamesischen Grenze geräumt worden waren, hat man in Kep plötzlich mehrere geflohene Chinesen und auch Inder auf den Straßen gesehen. Diese wurden dann aber von der Polizei nach und nach eingesammelt und keine Ahnung wohin gebracht.

Dem Junior geht es bestens in Phnom Penh

Mein Sohn scheint mit seinem neuen Job in Phnom Penh einen Volltreffer gelandet zu haben. Inzwischen wohnt er in einem schicken 2-Zimmer-Apartment mit einer Ausstattung, von der wir hier in unserem Haus nur träumen können. Natürlich von der Firma bezahlt.

Es gab schon eine Geschäftsreise nach Siem Reap und wenn er die Firma auf Veranstaltungen repräsentieren muss, wird er vorher auf Firmenkosten zu einem Schneider geschickt, der ihm die passende Ausstattung schneidert. Zudem hat er nun 2 Assistenten und wird von der Firmenleitung darauf vorbereitet, später einmal die komplette Branche in Kambodscha zu übernehmen.

In der Woche hat er hat einen freien Tag, den er sich aussuchen kann. Diesen verbringt er meistens mit seinen Freunden oder spielt Fußball. Sein gesamtes privates Umfeld gehört der kambodschanischen Oberklasse an, wo er der ärmste von allen ist, aber das scheint keine Rolle zu spielen. Eine junge Dame aus dieser Gruppe, eine populäre Schauspielerin in Kambodscha mit schwerreichen Eltern, wird sogar immer von zwei Leibwächtern begleitet, wenn sie sich ab und zu treffen.

Im nächsten Monat, nach dem Khmer-Neujahrsfest (Chnam Thmei) vom 14. bis 16. April, haben wir geplant, für ein paar Tage nach Phnom Penh zu fahren, um ihn zu besuchen. Allerdings nur, wenn es mir aus arbeitstechnischen Gründen überhaupt möglich ist, da ich glücklicherweise nach wie vor ziemlich ausgelastet bin.

Zukünftig werden wir gesünder kochen

Auf Anraten meines Sohnes habe ich uns gestern einen Airfryer bestellt. Der Junior hat so etwas natürlich schon längst und brauchte auch nicht lange, um mich zu überzeugen. In unserem Haushalt kochen wir sonst klassisch mit Speiseöl, was mir schon lange querliegt, weil es auf lange Sicht nicht gerade gesund ist. Mit Olivenöl oder Butter zu kochen und zu braten, wäre natürlich die gesündere Variante, aber die Preise für diese Produkte hier in Kambodscha übersteigen mein Budget.

Somit ist ein Airfryer wohl die beste Lösung. Viele Speisen kann man damit ganz ohne Öl oder Fett zubereiten oder man braucht nur ganz wenig davon. Zudem spritzt bei diesem Ding beim Braten nichts mehr aus der Pfanne und man spart sich viel Arbeit mit dem Abwaschen der Kochutensilien.

Ich habe ein Gerät gewählt, bei dem auf dem Bedienfeld die Speisen, die man zubereiten will, mit einem kleinen Bild angezeigt werden. Das ist dann für meine Freundin, die ja nicht lesen kann, alles einfacher zu bedienen. Da muss sie nur auf das entsprechende Bild tippen und schon geht es los. Bin gespannt, was dabei rauskommt.

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„Alles, was wir sind, ist ein Resultat dessen, was wir gedacht haben.“ – aus dem Dhammapada

Der Blog Author auf einem Steg im Sailing Club Kep.

Der Autor

Hallo, ich bin Andreas Stöcker unter Kambodscha Fans als Don Kong bekannt. Ich lebe seit 1999 in Südostasien, von wo ich über Land, Leute und mein Leben berichte.

Wie ich in Südostasien gelandet bin?

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