Leben in Kambodscha

Noel und Anderas im Vipassana Bhura Buddhist Center

Mein Treffen im Vipassana Dhura Buddhist Center

⏱️ Lesedauer: 4 Minuten

Vor ein paar Tagen, als meine Freundin vom Markt zurückkam, erzählte sie mir, dass sich unter den Mönchen, die auf ihrer morgendlichen Almosenrunde waren, zwei Ausländer befanden. Der eine sah aus wie ein Inder und der andere war ein Bleichgesicht, wie ich. Da so etwas in Kep eine kleine Sensation ist, sorgte es natürlich bei den Verkäufern genauso wie bei den Marktbesuchern für Gesprächsstoff.

Diese Nachricht erregte auch mein Interesse an den Neuzugängen. Ich erfuhr, dass die beiden ungewöhnlichen Mönche aus dem „Vipassana Dhura Buddhist Center“, in dem sich die „Wat Samathi Pagoda“ befindet, kamen. Da ich während der Woche keine Zeit hatte, dorthin zu gehen, um die beiden neuen Mönche zu treffen, machte ich mich heute am Sonntag auf den Weg.

Das „Vipassana Dhura Buddhist Center“ befindet sich etwa 10 Fahrminuten von unserem Haus entfernt in traumhafter erhöhter Lage, von wo aus man einen wunderbaren Ausblick über Kep bis hin zum Meer hat.

Wat Samathi Pagoda, Kep (Bildquelle: Syborin Heng)

Im Vipassana Dhura Buddhist Center angekommen

Sofort nach meinem Eintreffen erfasste mich wieder die fast magisch anmutende ruhige und friedliche Atmosphäre dieses Ortes. Ich frage einen jungen Mann, der normale Kleidung trug und wie ich später erfuhr der Koch des Tempels ist, nach den beiden ausländischen Mönchen. Er erklärte mir, dass der eine davon ein Schweizer sei und er sich wahrscheinlich in seinem Kuti (bungalowartige Unterkunft von buddhistischen Mönchen) befinde.

Er machte sich mit mir auf den Weg, um mich dorthin zu führen. Leider war aber niemand da gewesen, sodass ich es wohl zu einem späteren Zeitpunkt erneut versuchen musste. Plötzlich, auf dem Weg zurück zu meinem Motorrad, kam uns ein Mönch, der definitiv kein Asiate war, entgegen. Das war der Mann, den ich treffen wollte.

Ob damals in Thailand oder hier in Kambodscha, ich hatte schon sehr viel Kontakt zu buddhistischen Mönchen, aber das Problem war immer die Verständigung. Nun hatte ich endlich jemanden getroffen, der sogar meine Sprache spricht. Er begrüßte mich freundlich und wir stellten uns in den Schatten eines großen Baumes.

Ein sehr angenehmes Gespräch

Ich erfuhr von ihm, dass er ursprünglich aus der Hotelbranche kommt und viele Jahre lang in Phnom Penh ein 5-Sterne-Hotel geleitet hat. Irgendwann wurde ihm das stressige Managerleben zu viel und er entschied sich, Mönch zu werden. Die erste Zeit war nicht ganz einfach, aber nun sei er glücklich und zufrieden mit seinem gewählten Weg.

Nachdem ich ihm auch einiges über mich erzählt hatte, offenbarte er mir seine Pläne für das „Vipassana Dhura Buddhist Center“. Demnach laufen bereits die Vorbereitungen für die Einrichtung eines Retreat-Zentrums. Dies ist ein speziell eingerichteter Ort, der für eine geplante Auszeit vom Alltag konzipiert ist, um Entspannung, persönliche Weiterentwicklung und Besinnung zu fördern. Es bietet eine ruhige Umgebung, abseits des Trubels, für spirituelle oder körperliche Erholung, wobei Aktivitäten wie Meditation, Yoga oder andere Programme angeboten werden können.

Der Wille, solch ein Zentrum einzurichten, war schon vor seinem Erscheinen dagewesen, jedoch fehlte es an der nötigen Motivation. Besser hätte es also gar nicht kommen können, als wie nun einen ehemaligen professionellen Hotelmanager mit seinen Fähigkeiten im Bunde zu haben. Dass auch ich dieses Projekt im Rahmen meiner Möglichkeiten unterstützen werde, ist für mich selbstverständlich.

Die Ehre, auch den zweiten ausländischen Mönch kennenzulernen, der übrigens nicht aus Indien, sondern aus Sri Lanka stammte, wurde mir leider nicht zuteil, weil dieser wieder abgereist war.

Ausflugstipp in Kep

Für alle, die einmal ins schöne Kep kommen, lohnt es sich, die „Wat Samathi Pagoda“ im „Vipassana Dhura Buddhist Center“ zu besuchen. Die tolle Lage inmitten tropischer Natur, die entspannte Atmosphäre dieses Ortes, die Pagode selber und die Aussicht über Kep sind auf jeden Fall einen Ausflug wert.

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„Alles, was wir sind, ist ein Resultat dessen, was wir gedacht haben.“ – aus dem Dhammapada

Der Blog Author auf einem Steg im Sailing Club Kep.

Der Autor

Hallo, ich bin Andreas Stöcker unter Kambodscha Fans als Don Kong bekannt. Ich lebe seit 1999 in Südostasien, von wo ich über Land, Leute und mein Leben berichte.

Wie ich in Südostasien gelandet bin?

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