Leben in Kambodscha

Die dicht bewaldeten Berge des Nationalparks in der Provinz Kep in Kambodscha, von oben mit einer Drohne aufgenommen.

Der Nationalpark in Kep – Natur pur

⏱️ Lesedauer: 4 Minuten

Die Provinz Kep bietet für Naturliebhaber viele schöne Orte. Der Höhepunkt ist jedoch der Nationalpark. Egal, ob man nur eine gemütliche Wanderung durch die Natur machen möchte oder etwas Abenteuer sucht, hier ist für jeden etwas dabei.

Für mich ist der Nationalpark, der nur wenige Fahrminuten von unserem Haus entfernt liegt, in erster Linie ein Ort der inneren Ruhe. Man hört keine menschengemachten Geräusche, nur die des Dschungels, und der wunderbare Duft des Waldes steigt einem in die Nase. Ein Ort, an dem mir immer wieder bewusst wird, was wirklich zählt im Leben.

Während der Trockenzeit machen meine Freundin und ich hin und wieder einen Spaziergang hoch zur Hügelpagode oder ich gehe alleine, um zu meditieren. Mit Freunden habe ich auch schon etwas anspruchsvollere Dschungel-Touren, abseits der üblichen Routen, unternommen. Was man im Nationalpark von Kep auch macht, es ist immer wieder ein tolles Erlebnis.

Wissenswertes über den Kep Nationalpark

Basisdaten

  • Khmer-Name: ឧទ្យានជាតិកែប
  • Lage: Im Süden von Kambodscha, in der Provinz Kep, entlang des Golfs von Thailand, nahe der Grenze zu Vietnam.
  • Koordinaten: ca. 10°30′22″N, 104°18′29″E
  • Gegründet: 1993
  • Fläche: Die Angaben schwanken je nach Quelle – 11,52 km² laut Wikipedia, während andere Quellen ein Größe von 50 km² bis zu 67 km² angeben. Wie auch immer, er wird meist als Kambodschas kleinster Nationalpark beschrieben.

Landschaft & Geografie

Der Park liegt im Landesinneren der Kep-Halbinsel und wird von einem kleinen Gebirgszug geprägt, der beeindruckende Panoramablicke auf die Küste und die vorgelagerten Inseln bietet. Die Landschaft besteht zum allergrößten Teil aus dichtem Dschungel.

Geschichte

Die Geschichte des Gebiets reicht bis in die 1920er-Jahre zurück, als Kep ein beliebter Ferienort der französischen Kolonialelite am Meer war. In den 1950er- und 1960er-Jahren wurde Kep zum favorisierten Badeort der gehobenen kambodschanischen Gesellschaft. 1993 wurde das Gebiet offiziell als Nationalpark unter Schutz gestellt.

Wanderwege & Aktivitäten

  • Hauptrundweg: Ein etwa 8 km langer Hauptrundweg, der sowohl zu Fuß als auch mit dem Mountainbike befahrbar ist und sich durch den dichten Wald schlängelt. Es handelt sich um eine befestigte, leicht hügelige Rundstrecke, die auch für Anfänger gut begehbar ist. Von manchen Punkten aus sieht man die der Küste vorgelagerte Insel Koh Tonsay (Kanincheninsel) und den Strand von Kep.
  • „Stairway to Heaven“: Ein Weg, der zu einer verlassenen Hügelpagode und dem Aussichtspunkt „Sunset Rock“ führt. Von dort aus hat man schöne Ausblicke auf die Bokor-Berge und die vietnamesische Insel Phu Quoc.
  • Dschungelpfade: Weitere kleinere, mit gelben Schildern markierte Pfade führen ins Innere des Parks. Diese Beschilderungen helfen, auf den markierten Wegen zu bleiben, und weisen den Schwierigkeitsgrad aus.
  • Zip Line Cafe: Schönes, an Wochenenden sehr gut besuchtes Café mit Hochseilgarten direkt am Nationalpark, oberhalb des „Kep Beach“. (https://kep-cambodia.com/kep-activities/zip-line-cafe/)

Flora & Fauna

Der Park beherbergt neben zahlreichen Pflanzenarten auch Wildtiere wie zum Beispiel Makaken und rehartige Muntjaks, verschiedene Schlangenarten (giftige und ungiftige), eine Vielzahl an Insekten sowie über 100 Vogelarten.

Dichte Dschungel-Vegetation im Nationalpark in Kep, Kambodscha.

Ökologische Bedeutung

Der Park schützt Wassereinzugsgebiete, bietet Lebensraum für Wildtiere und bewahrt Grünflächen in einer Region mit zunehmendem Tourismus und zum Glück noch mäßiger Entwicklung. Seine Wälder stabilisieren Böden, unterstützen die Biodiversität und erhalten die ökologische Vernetzung entlang der Südküste Kambodschas. Ökologisch wird er oft mit anderen Küsten-Nationalparks wie dem Bokor-Nationalpark verglichen.

Praktische Infos für einen Besuch

Mitzubringen: ausreichend Wasser, da es im Park keine Läden gibt, sowie festes Schuhwerk, wenn man kleinere Pfade ins Innere des Parks begehen will. Zusätzlich empfehlen sich Insektenschutzmittel und Snacks.

Beste Reisezeit: November bis April (Trockenzeit) – dank frischer Meeresbrise bleibt es in Kep meist um die 30 °C. In der Regenzeit (Mai bis Oktober) sind viele Trails kaum begehbar, nur die befestigte Hauptroute ist ganzjährig nutzbar.

Zeitbedarf: zwischen 30 Minuten und einen ganzen Tag, für die komplette Umrundung sollte man auf jeden Fall 3–4 Stunden einplanen.

Öffnungszeiten: Laut Hinweisschild schließt der Eingang um 16 Uhr, der Park muss bis 17:30 Uhr verlassen werden.

Bildquelle: Dronenaufnahmen mit freundlicher Erlaubnis des kambodschanischen Ministeriums für Information.

Diesen Beitrag mit anderen teilen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Das könnte dich auch interessieren:

„Alles, was wir sind, ist ein Resultat dessen, was wir gedacht haben.“ – aus dem Dhammapada

Der Blog Author auf einem Steg im Sailing Club Kep.

Der Autor

Hallo, ich bin Andreas Stöcker unter Kambodscha Fans als Don Kong bekannt. Ich lebe seit 1999 in Südostasien, von wo ich über Land, Leute und mein Leben berichte.

Wie ich in Südostasien gelandet bin?

DONKONG Webdesign

Kategorien